...Besichtigung der Tempelanlage und des Nationalmuseums von Paestum...

Dr. Nunzio Daniele
Tempio di Nettuno AvatarAutorisierter Fremdenführer in Paestum:
Tempelanlage und Nationalmuseum

 

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Guida Turistica Paestum

 

Hinweise zur Biographie eines Fremdenführers

Nunzio Daniele, geboren am 07 August 1942 in Paestum, zeigte schon als Kind eine große Wiß­begierde für die Geschichte und die Denkmäler seiner Heimats­tadt, die auch den Ausgangs­punkt seiner Studien und Forschungen bildeten. Diese Wißbegierde wuchs im Laufe der Jahre, in denen er das huma­nistische Gymnasium besuchte und Latein, Griechisch, Philo­sophie und Kunst­geschichte lernte, all­mählich an.

Zu seiner Leiden­schaft für die antike Welt gesellte sich ein be­sonderes Interesse, als er sich an der Univer­sität (zunächst in Neapel und dann in Salerno) u.a. mit der Rechts­philosophie, der So­ziologie des Ver­brechens und den Institutionen des römischen Rechts befaßte. Er ist Poli­tik­wissenschaftler und schrieb seine Doktorarbeit über den Entstehungsprozeß der amerikanischen Verfassung. Er besitzt keinen Lehrstuhl und spricht fließend deutsch, französisch und englisch. Er ist auch Verfasser von den drei folgenden Büchern die nur auf deutsch existieren:

1. Paestum, Hypothesen und Wirklichkeit - Griechisch-römische Geschichte und philosophische Gedanken (Büchlein, 38 Seiten) – praktischer Führer der Tempelanlage

2. National­museum von Paestum Metopen, Vasen und Grabmalerei;

3. Biographie und Bekenntnisse eines Fremdenführers und seine Arbeit mit den Deutschen;

In den 70er Jahren stand Europa im Mittelpunkt seines Interesses, wobei er Vorträge in den wichtigsten Städten (Brüssel, Antwerpen, Luxemburg, Gand, Utrecht, München, Kiel, Lugano, Genf, Lausanne, Bern, Wien usw.) gehalten hat. In den 80er Jahren verlagerte sich sein kulturelles Interesse nach den Vereinigten Staaten von Amerika, wohin er sich auf Einladung zahlreicher Universitäten viermal, für insgesamt 120 Tage, begab. Seine Vorträge über Paestum wurden allerorten mit großem Interesse aufgenom­men.

Die kali­fornischen Universitäten in Los Angeles und Berkeley, die San Diego State University, die Wichita State University (Kansas), die SIU in Edwardsville und Carbondale (Illinois), die UGA in Athens (Georgia) und die Herron School of Art in Indianapolis (drei Male), sind nur einige der vielen amerikanischen Universitäten, die ihm das Privileg erteilten, Paestum und seine wertvollen historischen Schätze bekannt­zumachen.

Noch heute sind seine Beziehungen zu Deutsch­land sehr gut, und zwar vor allem, was einige deutsche Orte in Baden-Württemberg betrifft (Süßen, Salach, Göppingen, Hohenstaufen, Lorch, Wäscher­schloß, Staufeneck, Schwäbisch Gmünd, Hochdorf usw.).

Hier, wohin er im Herbst 1995 und 1999 zurückkehrte, besuchte er mit großem Interesse auch die Orte, die Kirchen und die Schlösser, die u.a. mit dem Hohenstaufen Friedrich II, seinem Geschlecht und seiner Geschichte verbunden sind. Und hier in Baden-Württemberg, natürlich auch in Köln und Trier, entdeckte er auch dass, der historische Faden, der sich durch die Jahrhunderte zieht und Deutschland und Italien unter einem mensch­lichen und humanisti­schen Gesichtspunkt mit­einander vereint, genau in diesen Regionen seinen Ursprung hat, die bereits im ersten Jahrhundert nach Christus die römischen Adler an ihrem Himmel kreisen sahen. Im Jahre 1999 gab ihm der Regisseur Silvio Soldini eine Nebenrolle im Film Brot und Tulpen (Pane e Tulipani) der auch in Deutschland einen großen Erfolg hatte. Seit seiner Universitätszeit kampft er für die Verbreitung und die Wahrung des wertvollen historischen Erbes von Paestum und für den Triumph der von der griechisch-römischen Kultur hervorge­brachten moralischen Werte, die eine wesentliche Voraussetzung für die Verhinderung eines beängstigenden Verfalls der Menschheit bilden.

Ebenso kämpfte und kämpft er weiterhin dafür, daß dem Lateinischen seine Rolle zurückgegeben wird. Das Lateinische ist ein grundlegendes Element der psychischen Entwicklung der Jugendli­chen, die im gegenwärtigen gesell­schaft­lichen Zusammenhang allzu häufig vom Lügenkasten (Fernsehen) und von den falschen Propheten der Soziologie in die Richtung leerer Ideale getrieben werden.

 


Das schöne Zeugnis einer deutschen Reiseleiterin
Unsere Gäste am 05.05.2008 in Paestum...
zur interessantesten Geschichtsstunde ihres Lebens!
...Wie sie nach der Führung mit Ihnen sagten.

Lieber Herr Dr. Daniele,
vielen, vielen Dank für das wunderbare Buch Ihrer Biographie, dass Sie mir mit einer Widmung im Mai schenkten. Ich habe es mit grosser Hingabe gelesen. Viele Passagen bereits ein 2. und 3. Mal. So vieles kann ich aus persönlicher Erfahrung und Weltsicht nachempfinden. Und manchmal auch Trost finden: wenn Sie über die traurigen, depressiven Phasen eines Fremden­führers berichten, der hochaktiv und motiviert dasteht, sobald seine Dienste gefordert sind.

Nun - auch ich und viele meiner Kollegen und Kolleginnen erleben diese Zeiten - fast ständig. Es gibt nicht viele, die diese Zustände eingestehen und als eine Situation darstellen, die ebenso bewegt werden muss.
Ein weiterer Aspekt ist Ihre Herausstellung der tiefen deutsch-italienischen Freundschaft. Ja - wir Deutschen bewundern so vieles an Italien. Und selbst wenn ein Gast schimpfend Italien verlässt (gab es zum Glück bei meinen Gästen noch nicht!). So kann es nur als Tatsache gelten, dass ihn die Sehnsucht im Folgejahr wieder nach Italien treiben wird. Von den historischen Gemeinsamkeiten wollen wir an dieser Stelle gar nicht sprechen.
Für die diesjährige Gruppe durfte ich für einen exklusiven Reiseveranstalter dass Programm zusammenstellen, Hotel und, und ... organisieren und natürlich die Reiseleitung sein.
Die Gäste waren ein akademisches Publikum; sehr reiseerfahren und überhaupt ständig weltweit auf Reisen. Bei fast allen Gästen war es ihre tiefe Liebe zu Italien, weshalb sie sich zu dieser Reise entschlossen hatten. Ich hatte manchmal den Eindruck, dass sie bei all ihren anderen Reisen Italien vermisst haben. Sie sind überglücklich und mit sehr, sehr vielen positiven Erfahrungen und Erlebnissen nach Hause gefahren. Sie haben mir einen sehr schönen Abschiedsbrief geschrieben und ein nettes Fest an unserem letzten gemeinsamen Abend im Ht. Pietra di Luna geschenkt. - Ein wunderbarer Teil davon waren die Erlebenisse mit Ihnen.
Kampanien - ist in meinem Reiseangebot am meisten gefragt! Ich liebe es, die Menschen zu Euch zu bringen. Und verstehe meine Aufgabe als Vermittlerin: ich weiß, wie die Gäste Italien erleben möchten und was sie nicht sehen möchten und doch müssen. Ich weiss um die Ungeduld von uns Deutschen und vermittele Verständnis für die anderen Gewohnheiten und das alles geschieht, was er sich wünscht. So gab es bisher fast keine Beschwerden oder Tadel. Im Gegenteil: die Gäste beschreiben die Reisen nach Kampanien als die schönsten ihres Lebens. - Das ist mehr als Geld!
Doch selber kämpfe ich sehr darum, noch viel mehr Gäste zu Ihnen bringen zu können. Und das ist mein Teil der Depression: es ist so schwer. - Dennoch werde ich voraussichtlich auch im nächsten Jahr wieder mit einer Gruppe zu Ihnen kommen können. Es werden vermutlich keine grosse Gruppen - aber es kommen Menschen, die das Besondere suchen und sehr offen sind; für dass, was ihnen begegnen wird. Bitte - bleiben Sie einigermassen gesund und erhalten sich Ihre tiefe Freude an Ihrer gewählten Aufgabe.
Mit vielen herzlichen Grüssen nach Paestum verbleibt:

S. Merkel